Zwanzig-Fragen-Katalog Dyskalkulie

 

Werden fünf oder mehr Fragen mit „ja“ beatwortet, so liegt der Verdacht nahe, das Kind könnte eine Dyskalkulie haben. Nun ist natürlich eine genaue Abklärung notwendig! Jede Dyskalkulie ist eine individuelle, deshalb ist es auch so wichtig, genau zu wissen worin sie besteht. Nur dann ist gewährleistet, dass eine effiziente Förderung auch den gewünschten Erfolg bringt.

 

(Quelle: Dyskalkulie-Training nach der AFS-Methode© 2013 DRC AG, Seite 16/17)

 

Das Kind benötigt ungewöhnlich viel Zeit für Rechenoperationen und zeigt schnell einen Erschöpfungszustand.

Zahlenräume, Mengen, Größen, Formen, Distanzen können schlecht erfasst werden, die Verbindung zwischen Zahlenbegriff und Menge fehlt.

Rechensymbole (Plus, Minus, Divisions- und Multiplikationszeichen) werden nicht immer erkannt.

Trotz intensiven Übens werden keine wesentlichen Fortschritte erzielt, Geübtes wird schnell wieder vergessen.

Auslassen von Ziffern.

Schwierigkeiten beim Überschreiten des Zehner-und/oder Hunderterschrittes.

Zahlenreihen können nicht korrekt weitergeführt werden.

Umdrehen von Zahlen (67/76).

Verwechslung von ähnlich klingenden Zahlen (19/90).

Beim Kopfrechnen können Zwischenergebnisse nicht gespeichert werden.

Schwierigkeiten beim Erlernen des Einmaleins.

Seitenverkehrtes Schreiben oder Lesen von Zahlen (6/9).

Verwechslung ähnlich aussehender Zahlen (6/5).

Falsche Wiedergabe von Zahlen beim Abschreiben.

Schwierigkeiten bei der Wahrnehmung und Wiederholung räumlicher und zeitlicher Abfolgen (eines nach dem anderen nach bestimmter Vorgabe).

Textaufgaben und/0der Rechenaufgaben mit zusätzlichen Texten bereiten große Schwierigkeiten.

Widersprüchliche Ergebnisse werden nicht bemerkt und/oder geduldet.

Kein Abschätzvermögen, z.B. zwischen Reihung und Ergebnis wird keine Verbindung erkannt (14 +20 = 16)

Zählen und/oder Rückwärtszählen gelingt nicht oder nur unter Verwendung der Finger.

Generelle Regelunsicherheit (wann wird was wie gerechnet)